Milchpreise
Kein Supermarkt kommt heute daran vorbei sich bei Eckartikeln im Preiseinstiegsbereich an die marktüblichen Preise zu halten. Der Liter Milch, sei es nun frische oder haltbare Milch, kostet seit Jahren bei jedem Discounter oder Supermarkt das gleiche. In der Regel diktieren die Discounter den Preis und die Vollsortimenter wie REWE oder auch Edeka ziehen innerhalb weniger Tage nach. Dabei ist es völlig gleichgültig, ob sich der Preis nach oben oder unten bewegt.
Wer jedoch meint, der Handel sei für die Preisentwicklung bei den Milchprodukten verantwortlich, der irrt sich. Die Großmolkereien verhandeln die Preise mit den Milchbauern.
Und noch einem Irrtum möchte ich an dieser Stelle auch aufklären. Höhere Preise bedeuten für den Handel mitnichten mehr Gewinn. Die Differenz zwischen Einkaufpreis und Verkaufspreis ist bei der Milch seit Jahren konstant, und zwar nicht in Prozent sonder in Cent gerechnet.
Anders ist dies teilweis bei den Steuern, zwar gelten bei der Mineralölsteuer und der Stromsteuer ebenfalls feste Beträge, allerdings wird darauf noch die Mehrwertsteuer erhoben, und diese wird bekanntlich in Prozent gerechnet. Der Staat profitiert also zusätzlich, wenn die Preise für Benzin, Gas, Öl oder auch Strom steigen.
Eine vierköpfige Familie kostet eine gesunde Existenz der Milchbauern rund 12 Euro zusätzlich im Monat. Ein vertretbarer Preis, wie nicht nur Dr. Paul Michels meint…
